Destilliertes Wasser
Was ist destilliertes Wasser?
Destilliertes Wasser entsteht durch Erhitzen von Quell- oder Leitungswasser bis zum Verdampfen. Der entstehende Wasserdampf wird in ein gekühltes Rohr geleitet, wo er kondensiert und als reines Wasser in ein Sammelgefäß tropft. Bei diesem Prozess werden Salze, organische Stoffe, Mikroorganismen und andere Fremdstoffe zurückgelassen, da sie entweder einen höheren Siedepunkt besitzen oder durch die Hitze abgetötet werden. So entsteht nahezu reines H₂O. Ursprünglich fand destilliertes Wasser vor allem in der Medizin, Pharmazie, Biologie und Chemie Verwendung – also dort, wo besonders reines Wasser als Lösungsmittel oder Reinigungsmittel nötig ist und Fremdstoffe gravierende Folgen haben könnten. In den USA entstand später der Trend, destilliertes Wasser als Trinkwasser zu verwenden, der auch in andere Regionen überging. Befürworter schreiben dem Destillat eine entschlackende und belebende Wirkung zu.
Wie auch Osmosewasser ist destilliertes Wasser nahezu zu 100 % rein. Flüchtige organische Verbindungen können jedoch teilweise noch enthalten sein. Zur Erhöhung der Reinheit gibt es mehrfache Destillationsverfahren:
Bidestilliertes Wasser: zweifach destilliert
Tridestilliertes Wasser: dreifach destilliert
Bei wiederholter Destillation werden statt Glasgefäßen, aus denen sich beim Erhitzen Stoffe wie Kieselsäure lösen können (die mit verdampfen und im Destillat landen), Gefäße aus Quarz oder Platin verwendet, um Verunreinigungen zu vermeiden. Platzende Zellen – Mythos oder ernstzunehmende Gefahr? Lange hält sich der Mythos, dass der Konsum von destilliertem Wasser gefährlich sei, weil es unsere Körperzellen zum Platzen bringt. Das ist nur teilweise richtig – und eher theoretisch. In unseren Zellen befinden sich gelöste Salze und Zucker, die die Zellmembran nicht ohne weiteres durchdringen können. Destilliertes Wasser hat ein niedrigeres gelöste Stoffe-Niveau als die Flüssigkeit in der Zelle und wird deshalb durch Osmose in die Zelle gezogen, um die Konzentration auszugleichen. Wenn zu viel Wasser eindringt, kann die Zelle theoretisch platzen. Praktisch aber passiert Folgendes: Trinken wir destilliertes Wasser, vermischt es sich im Magen mit Magensäure und der Nahrung, wodurch es wieder mit Mineralien angereichert wird. Das Wasser, das dann mit den Zellen in Kontakt kommt, ist somit nicht mehr „rein“ destilliertes Wasser. Um tatsächlich gesundheitliche Schäden durch Zellzerstörung zu erleiden, müsste man etwa 15 bis 17 Liter destilliertes Wasser pro Tag trinken – eine Menge, die kaum realistisch ist. Anders sieht es aus, wenn destilliertes Wasser als Infusion direkt in den Blutkreislauf gegeben wird, ohne die natürliche Mineralisierung im Verdauungstrakt.
Nachteile von destilliertem Wasser
Hoher Energieaufwand: Die Dampfdestillation ist sehr energieintensiv, daher ökologisch weniger nachhaltig und auf Dauer teuer.
Zeitaufwendig: Die Destillation dauert relativ lange; andere Verfahren wie Umkehrosmose sind meist schneller.
Reinheitsgrad: Destilliertes Wasser und Osmosewasser sind im Reinheitsgrad nahezu identisch. Viele Labore nutzen aufgrund der geringeren Kosten und schnelleren Herstellung mittlerweile bevorzugt Osmosewasser statt destilliertes Wasser.
Destilliertes Wasser entsteht durch Erhitzen von Quell- oder Leitungswasser bis zum Verdampfen. Der entstehende Wasserdampf wird in ein gekühltes Rohr geleitet, wo er kondensiert und als reines Wasser in ein Sammelgefäß tropft. Bei diesem Prozess werden Salze, organische Stoffe, Mikroorganismen und andere Fremdstoffe zurückgelassen, da sie entweder einen höheren Siedepunkt besitzen oder durch die Hitze abgetötet werden. So entsteht nahezu reines H₂O. Ursprünglich fand destilliertes Wasser vor allem in der Medizin, Pharmazie, Biologie und Chemie Verwendung – also dort, wo besonders reines Wasser als Lösungsmittel oder Reinigungsmittel nötig ist und Fremdstoffe gravierende Folgen haben könnten. In den USA entstand später der Trend, destilliertes Wasser als Trinkwasser zu verwenden, der auch in andere Regionen überging. Befürworter schreiben dem Destillat eine entschlackende und belebende Wirkung zu.
Wie auch Osmosewasser ist destilliertes Wasser nahezu zu 100 % rein. Flüchtige organische Verbindungen können jedoch teilweise noch enthalten sein. Zur Erhöhung der Reinheit gibt es mehrfache Destillationsverfahren:
Bidestilliertes Wasser: zweifach destilliert
Tridestilliertes Wasser: dreifach destilliert
Bei wiederholter Destillation werden statt Glasgefäßen, aus denen sich beim Erhitzen Stoffe wie Kieselsäure lösen können (die mit verdampfen und im Destillat landen), Gefäße aus Quarz oder Platin verwendet, um Verunreinigungen zu vermeiden. Platzende Zellen – Mythos oder ernstzunehmende Gefahr? Lange hält sich der Mythos, dass der Konsum von destilliertem Wasser gefährlich sei, weil es unsere Körperzellen zum Platzen bringt. Das ist nur teilweise richtig – und eher theoretisch. In unseren Zellen befinden sich gelöste Salze und Zucker, die die Zellmembran nicht ohne weiteres durchdringen können. Destilliertes Wasser hat ein niedrigeres gelöste Stoffe-Niveau als die Flüssigkeit in der Zelle und wird deshalb durch Osmose in die Zelle gezogen, um die Konzentration auszugleichen. Wenn zu viel Wasser eindringt, kann die Zelle theoretisch platzen. Praktisch aber passiert Folgendes: Trinken wir destilliertes Wasser, vermischt es sich im Magen mit Magensäure und der Nahrung, wodurch es wieder mit Mineralien angereichert wird. Das Wasser, das dann mit den Zellen in Kontakt kommt, ist somit nicht mehr „rein“ destilliertes Wasser. Um tatsächlich gesundheitliche Schäden durch Zellzerstörung zu erleiden, müsste man etwa 15 bis 17 Liter destilliertes Wasser pro Tag trinken – eine Menge, die kaum realistisch ist. Anders sieht es aus, wenn destilliertes Wasser als Infusion direkt in den Blutkreislauf gegeben wird, ohne die natürliche Mineralisierung im Verdauungstrakt.
Nachteile von destilliertem Wasser
Hoher Energieaufwand: Die Dampfdestillation ist sehr energieintensiv, daher ökologisch weniger nachhaltig und auf Dauer teuer.
Zeitaufwendig: Die Destillation dauert relativ lange; andere Verfahren wie Umkehrosmose sind meist schneller.
Reinheitsgrad: Destilliertes Wasser und Osmosewasser sind im Reinheitsgrad nahezu identisch. Viele Labore nutzen aufgrund der geringeren Kosten und schnelleren Herstellung mittlerweile bevorzugt Osmosewasser statt destilliertes Wasser.